Tretmann Rapid Speedbike – Testbericht 2026

  • 3 Jahre Garantie & 100 Tage Rückgaberecht
  • Sehr leiser Betrieb mit Magnetbremse
  • Für Körpergrößen von 1,55 bis 2,10 m
  • Stufenlos einstellbarer Widerstand
  • Ohne Stromanschluss flexibel aufstellbar
Preis € 299,00 € 199,00
Max. Gewichtsbelastung 150 kg
Belastungsstufen Stufenlos
Display Ja
Klappbar Nein
Garantie 3 Jahre
Einfache Bedienung9
Preis-/Leistungsverhältnis10
Geräuschlos10
Schneller Aufbau9.5

Test von Tretmann Speedbike

Ein Speedbike für zu Hause soll sich möglichst angenehm fahren, stabil stehen und vor allem nicht bei jeder Trainingseinheit die ganze Wohnung beschallen. Genau hier will das Tretmann Speedbike punkten: Es arbeitet mit einer Magnetbremse, kommt komplett ohne Stromanschluss aus und soll sich dank des großen Verstellbereichs sogar für Personen bis 2,10 m eignen.

Doch wie gut funktioniert das in der Praxis? Uns hat im Test vor allem interessiert, wie leise das Tretmann Speedbike wirklich ist, wie angenehm und gleichmäßig es sich fährt und ob auch größere Personen eine vernünftige Sitzposition finden. Außerdem haben wir uns angesehen, wie einfach sich der Widerstand einstellen lässt, was das Display bietet und wie flexibel sich das Bike in der Wohnung aufstellen lässt.

Lieferumfang

Das Tretmann Speedbike kommt sicher und ordentlich verpackt an. Die einzelnen Bauteile sind gut geschützt, sodass beim Transport nichts lose im Karton herumfliegt oder unnötig aneinanderstoßen kann.

Das Bike wiegt netto 28 kg, mit Verpackung sind es 31,3 kg. Das trägt man nicht mal eben allein die Treppe hoch – zu zweit geht es deutlich entspannter. Aufgebaut braucht das Rad rund 100 × 53 × 125 cm Stellfläche.

Beim Zubehör ist alles dabei, was man für den Start braucht: Tablethalter, Flaschenhalter und Transportrollen sind bereits am Gerät. Auch das für den Aufbau benötigte Werkzeug liegt bei, sodass man nicht erst den eigenen Werkzeugkasten zusammensuchen muss. Das Display läuft über zwei AAA-Batterien, die mitgeliefert werden. Außerdem liegt eine Anleitung samt Bikefitting-Guide bei.

Die Flaschenhalterung klingt nach einer Kleinigkeit, im Training haben wir sie aber schnell zu schätzen gelernt. Man muss nicht absteigen, um etwas zu trinken, und die Flasche steht sicher.

Alles für den Start dabei – inklusive Werkzeug.

Aufbau

Für den Aufbau haben wir allein etwas mehr als eine halbe Stunde gebraucht. Die einzelnen Schritte sind in der Anleitung detailliert beschrieben und zusätzlich bebildert, sodass man gut nachvollziehen kann, welches Teil an welche Stelle gehört.

Ein Detail macht das Aufstellen anschließend einfacher als bei vielen anderen Heimtrainern: Das Speedbike braucht keinen Stromanschluss. Das Display arbeitet mit Batterien, alles andere funktioniert rein mechanisch. Man ist beim Standort also völlig frei und muss sich nicht danach richten, wo die nächste Steckdose ist. Wer das Bike im Keller, in der Garage oder mal auf dem Balkon nutzen möchte, hat hier einen klaren Vorteil.

Nach dem Aufbau muss man das Rad noch auf die eigene Körpergröße einstellen. Sattelhöhe, Sattelposition und Lenker sind verstellbar – dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Tretgefühl und Trainingserlebnis

Der wichtigste Punkt zuerst, weil er im Alltag am meisten ausmacht: Das Bike ist wirklich sehr leise. Beim Training nimmt man es kaum wahr. Das liegt am magnetischen Bremssystem – der Widerstand entsteht berührungslos, es reibt also nichts aufeinander. Praktisch heißt das: Musik, Podcast oder Fernsehen laufen ganz normal nebenher, man muss die Lautstärke nicht hochdrehen. Und wer in einer Wohnung trainiert oder abends noch eine Einheit einschiebt, während im Nebenzimmer jemand schläft, wird das zu schätzen wissen. Für uns ist das die größte Stärke des Rads.

Der Widerstand wird stufenlos über einen Drehregler eingestellt. Es gibt also keine nummerierten Stufen, sondern einen fließenden Übergang von locker bis intensiv. Der Vorteil: Man findet sehr genau den Punkt, der gerade passt, und kann während einer Einheit ganz fein nachjustieren. Der Nachteil: Man kann eine Einstellung nicht exakt reproduzieren.

Der Widerstand wird stufenlos über den Drehregler eingestellt.

Insgesamt gab es beim Fahren nichts, was uns negativ aufgefallen wäre. Kein Knarzen, kein unruhiger Lauf, keine störenden Geräusche aus dem Antrieb. Das Bike arbeitet mit einer Schwungmasse von 5,5 kg. Diese Angabe ist wichtig einzuordnen: Bei Magnetbremsen kommt ein großer Teil des gleichmäßigen Laufs aus dem Magnetsystem, nicht allein aus dem Gewicht der Schwungscheibe.

Die Einstellmöglichkeiten haben uns positiv überrascht. Auch Personen mit einer Körpergröße über 1,85 m konnten Sattel und Lenker noch weiter verstellen – der Verstellweg war also nicht ausgereizt. Die vom Hersteller angegebene Obergrenze von 2,10 m scheint damit tatsächlich realistisch zu sein. Das ist bei Indoor Bikes keine Selbstverständlichkeit: Viele Modelle sind bei etwa 1,90 m am Ende, und dann sitzt man mit zu tiefem Sattel und zu gestauchter Haltung auf dem Rad. Hier lässt sich eine Position finden, bei der das Bein sauber durchstrecken kann.

Das Display sitzt am Lenker, ist 80 × 45 mm groß und beleuchtet. Angezeigt werden Zeit, Geschwindigkeit, Distanz, Kalorien, Puls und Trittfrequenz (RPM). Für ein normales Ausdauertraining reicht das völlig aus – vor allem die Trittfrequenz ist hilfreich, weil man daran gut erkennt, ob man gleichmäßig tritt oder nachlässt.

Das beleuchtete Display zeigt die wichtigsten Trainingswerte auf einen Blick.

Per Bluetooth lässt sich das Bike mit der kostenlosen FitShow App verbinden. Dort werden die Trainingswerte aufgezeichnet, sodass man seine Einheiten über längere Zeit nachverfolgen kann. Das Tablet findet auf der Halterung am Lenker Platz. Wichtig zu wissen: Der Widerstand wird dabei nicht automatisch gesteuert, man regelt weiterhin selbst am Drehknopf.

Auch beim Komfort hat uns das Tretmann Speedbike überzeugt. Der Sattel ist angenehm gepolstert und blieb bei uns auch bei längeren Trainingseinheiten noch bequem. Natürlich ist der Sitzkomfort immer etwas individuell, unangenehme Druckstellen oder ein störendes Sitzgefühl sind uns im Test aber nicht aufgefallen.

Auch die Pedale machen einen guten Eindruck. Sie bieten ausreichend Halt und lassen sich sogar angenehm mit Socken nutzen. Sattel, Lenker und Pedale sind laut Hersteller bis zu einem Nutzergewicht von 200 kg geprüft, die maximale Traglast des Bikes selbst liegt bei 150 kg.

Nach dem Training lässt sich das Rad über die Transportrollen zur Seite schieben. Mit 28 kg trägt man es nicht durch die Wohnung, auf ebenem Boden ist das Verschieben aber kein Problem.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit einem Preis von rund 200-300 Euro bewegt sich das Tretmann Speedbike klar im günstigen Einstiegsbereich. Dafür bekommt man aus unserer Sicht überraschend viel: Das Bike läuft angenehm leise, bietet einen großen Verstellbereich und kommt komplett ohne Stromanschluss aus. Auch Verarbeitung, Fahrgefühl und Ausstattung haben im Test einen guten Eindruck hinterlassen.

Natürlich muss man bei diesem Preis auf einige Komfortfunktionen verzichten. Trainingsprogramme direkt am Gerät oder eine automatische Widerstandssteuerung über die App gibt es nicht. Der Widerstand wird weiterhin manuell eingestellt. Wer allerdings einfach regelmäßig zu Hause trainieren möchte und für Videos oder Trainings-Apps ohnehin ein Tablet nutzt, dürfte das kaum vermissen.

Das Tretmann Speedbike überzeugte im Test mit leisem Lauf und angenehmem Fahrgefühl.

Fazit

Das Tretmann Speedbike hat uns im Test vor allem mit seinem sehr leisen Lauf, dem angenehmen Fahrgefühl und dem großen Verstellbereich überzeugt. Beim Training läuft es ruhig und gleichmäßig, störendes Knarzen oder andere Geräusche sind uns nicht aufgefallen. Auch der Sattel blieb bei längeren Einheiten angenehm.

Besonders interessant ist das Bike für größere Personen. Selbst bei einer Körpergröße von über 1,85 m waren Sattel und Lenker bei uns noch nicht am Ende ihres Verstellbereichs. Die Herstellerangabe von bis zu 2,10 m erscheint daher durchaus realistisch.

Im Alltag gefallen außerdem einige einfache, aber praktische Details: Das Bike benötigt keine Steckdose, lässt sich über die Transportrollen unkompliziert verschieben und bietet mit Tablet- und Flaschenhalter alles, was man für das Training zu Hause wirklich braucht.

Abstriche muss man bei den Trainingsfunktionen machen. Der Widerstand lässt sich zwar sehr fein einstellen, feste Widerstandsstufen oder Wattwerte gibt es jedoch nicht. Auch eine automatische Widerstandssteuerung über die App und integrierte Trainingsprogramme fehlen.

Für den günstigen Preis können wir darüber aber problemlos hinwegsehen. Wer ein günstiges, leises und unkompliziertes Speedbike für regelmäßiges Ausdauertraining zu Hause sucht, bekommt hier aus unserer Sicht sehr viel fürs Geld. Besonders für Einsteiger, Freizeitsportler und größere Nutzer ist das Tretmann Speedbike eine interessante Wahl.

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